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Um zu verstehen, wo unsere Geschichte im Niger begonnen hat, müssen wir zurück in das Jahr 2017 gehen. Die Reise führt uns durch die unwirkliche Sahara, entlang der sehr gefährlichen Grenze zu Mali… wir kommen im Dorf Amaloul an, wo wir begeistert von Menschen umringt werden. Hier konnten wir im November des gleichen Jahres dann den ersten Solartainer® Amali aufbauen und den Bewohnern den Zugang zu Strom ermöglichen. Der Blogbeitrag “Das Pilotprojekt im Niger” nimmt euch noch weiter mit in die Geschichte von Amaloul und erzählt, was sonst noch geschah. 

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Pilotprojekt (“1000 villages”) mit der Regierung Nigers

– Anfang 2017-

Das Team von Africa GreenTec plante zu der Zeit ein Pilotprojekt mit der Regierung aus dem Niger umzusetzen. Damals hatte der Präsident Mahamadou Issoufou ein Programm namens “1000 villages” initiiert, durch das er 1000 Dörfer im Niger an die Stromversorgung anschließen wollte. Sein persönliches Ziel war es, dies innerhalb von 5 Jahren zu implementieren. Da es einen großen Teil seines Wahlversprechens ausmachte, suchte die Regierung aktiv nach Partnern, um den Plan in die Tat umzusetzen; und wer wäre dafür geeigneter als Africa GreenTec? Wir waren von dem Programm begeistert und dazu bereit, den Vertrag zu unterschreiben. Amaloul verfügte über ideale Voraussetzungen für das Pilotprojekt, da es weit weg von der Hauptstadt Niamey und dem Stromnetz liegt. Es ist relativ schwierig zu erreichen und hat eine passende Einwohnerzahl (6.000 – 7.000 Menschen).

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Kooperation mit dem Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF)

Zurück in Deutschland meldete sich parallel das ZDF. Die politische Lage in Deutschland war zu dieser Zeit sehr angespannt, denn wir steckten mitten in der sogenannten “Flüchtlingskrise”. Tagtäglich sah man Bilder von Menschen im Fernsehen, die sich, in der Hoffnung auf ein besseres Leben, auf den Weg nach Europa machten und dabei oft ihr Leben im Mittelmeer verloren. Es wurde nach Lösungen gesucht. Wir hatten als Team kurz zuvor den Umweltpreis gewonnen. In der Jury saß ein Redakteur des ZDF, der wusste, dass wir gerade im Niger aktiv waren. Da die Region, in der wir unser Pilotprojekt planten, der Drehpunkt der Fluchtrouten in Subsahara-Afrika war und das ZDF bereits eine Dokumentation über die Schlepperrouten in dieser Region geplant hatte, war er sehr an einer zweiten Dokumentation über unsere Arbeit interessiert. 

Die Reise mit dem ZDF war bereits für September geplant. Innerhalb von 5 Monaten musste also die komplette Projektplanung, Produktion und Logistik umgesetzt werden. Eine große Herausforderung für das gesamte Team, da bis zu diesem Zeitpunkt nur ein erster Prototyp in Mali aufgebaut worden war (mehr zu dieser Geschichte findet ihr in dem Beitrag “Die Geschichte unseres ersten Prototyps in Mali”). Im Juli wurde in Hainburg der Abbau und der Abtransport des Solartainers gefilmt und im September begann der Dreh in Amaloul. Aus den Aufnahmen entstand so die ZDF-Doku: die Solarstrom- Macher. Am Ende des Projektes konnten wir stolz zurückblicken, denn das für unmöglich gehaltene war geschafft. Ganz nach dem Motto WE DO (NO MATTER WHAT).

Zu dem Zeitpunkt existierte unsere Tochtergesellschaft im Niger bereits, aber ein Stromnetz musste erst noch errichtet werden. Dafür reiste unser malisches Team in den Niger und half vor Ort bei der Installation. So wurden 150 Familien (knapp ein Drittel des Dorfes) an das Stromnetz angeschlossen, so wie es von Anfang an geplant war.

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Und wie sieht es heute aus?

Drei Jahre später steht die Anlage immer noch. Wir sind zufrieden über viele Fortschritte in der Dorfgemeinschft. Neben vielen Erfolgen traten wie so oft in Ländern Subsahara-Afrikas, auch immer wieder unvorhersehbare Herausforderungen auf. Amaloul liegt in einer Region, in der die Dorfbewohner häufiger mit Extremwetterereignissen zu kämpfen haben. Aus diesem Grund hatten wir zeitweise technische Probleme bezüglich der Funkverbindungen in dem Smart Meter System der ImpactSite, denn starke Winde demolierten eine unserer Antennen. 

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Letztes Wochenende machten sich Ousmae Sidien (Leiter der Africa GreenTec Niger) und sein lokales Team auf den Weg nach Amaloul, um sicher zu stellen, dass unsere Technik reibungslos funktioniert. Für dieses Wochenende ist eine größere Reperatur geplant: Die Antenne war auf Grund der starken Winde, die häufig in der Region vorkommen, abgebrochen. Diese wollen sie nun am Samstag reparieren und unsere Technik in seiner Robustheit weiterentwickeln. Die Signale der Smart Meter sollen so wieder problemlos übertragen werden, damit das Stromnetz ungestört genutzt werden kann. Das Team hat bereits eine Art Radioturm gebaut, um künftig die Sendeleistung erhöhen zu können, der Rest wird am Wochenende installiert. Weiterhin wurde die Klimaanlage im Solartainer ersetzt, denn am Rand der Sahara herrschen extreme Temperaturen und auch hier kann unser weiterentwickelte Kühlsystem seine Wirkung zeigen. Zudem wurden hungrige Ziegen zu einer weiteren Herausforderung und die Improvisationsfähigkeit der Africa GreenTec Mitarbeiter wurde getestet.

Eine Mauer wurde gebaut, damit die Ziegen nicht mehr an den Kabeln knabbern konnten. Aufgrund der Regenzeit, deren sintflutartige Regenfälle enorme Kräfte aufbringen können, wurden zusätzlich Wassergräben gezogen, um das Wasser abfließen zu lassen.

—– Die obigen Fotos und Videos wurden letztes Wochenende von Ousmae Sidien aufgenommen —–

Wie geht es weiter: durch nachhaltiges Investieren 50 Dörfer elektrifizieren

Im Zusammenhang mit dem Projekt in Amaloul konnten wir unsere Arbeit im Niger weiter ausbauen und haben ein MoU (Memorandum of Understanding) für weitere 50 Dörfer in dem Land mit der Regierung unterzeichnet. Darüber sind wir sehr froh und sehen den enormen Impact, den wir damit erzeugen werden. Mit diesem Großprojekt und dem Ausbau der lokalen Betreibergesellschaft im Niger wollen wir noch dieses Jahr starten. Aus diesem Grund haben wir erst kürzlich eine Umfrage im Dorf zum Thema Zufriedenheit durchgeführt, welche positiv ausgefallen ist und uns weitere aufschlussreiche Informationen aufgezeigt hat. Wir freuen uns darauf, noch dieses Jahr im Niger richtig durchstarten zu können. 

WE DO. THANKS TO YOU.

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