Amaloul, Tahoua (Niger)

In Amaloul Nomade steht der erste Prototyp des Solartainer "Amali". Amaloul Nomade ist eine Oase am Rande der Sahara in der Tahoua-Region im Wüstenstaat Niger. Durch Niger verlaufen 90% der Fluchtrouten Afrikas. Mit Unterstützung der DEG konnten wir dieses Pilotprojekt im September 2017 umsetzen. Das Projekt hat international für Aufmerksamkeit gesorgt, da es vom ZDF in der Reportage Die Solarstrom-Macher begleitet wurde.

Amaloul

Amaloul Nomade liegt etwa 80 Kilometer nördlich von der Regionalhauptstadt Tahoua entfernt. Das Dorf gehört zur Gemeinde Affala und hat ca. 4.000 Einwohner. Die größte Volksgruppe in der Region sind die Hausa mit 78 % der Gesamtbevölkerung, gefolgt von den Tuareg mit 18 %. Wie im gesamten Niger besteht auch in Region um das Dorf das Problem der Desertifikation. Die meisten Bewohner Amalouls leben von der Landwirtschaft.

Umgeben von Wüstendünen liegt Amaloul in einer Senke mit ca. 10 Hektar Gärten, von denen das Dorf sich versorgt. Größere Herden Ziegen dienen den Nomaden als Einkommens- und Nahrungsquelle. Mittwochs findet ein großer Markt statt zu dem aus dem ganzen Umland Händler mit ihren Waren in das Dorf kommen.

Es gibt einen Schmid, zwei Frisöre, Metzger und Kunsthandwerk. Der noch junge Dorfchef ist sehr engagiert und hat Africa GreenTec bei der Umsetzung sehr stark unterstützt.

Das Projekt wurde von der malischen Regulierungsbehörde ANPER unterstützt und gehört zu einem von vier internationalen Pilotprojekten der Regierung von Niger im Rahmen des Elektrifzierungsprogramms. Zur Zeit betreibt Africa GreenTec ein Stromnetz für 200 Familien. Die Anlage ist via Satelitt mit unserem Kommunikationszentrum in Deutschland verbunden.

Durch die starke verschlechterte Sicherheitslage 2018, auch maßgeblich durch die Entführung des deutschen Entwicklungshelfers Jörg Lange, ist das Dorf für unser Team zur Zeit nur mit starken Sicherheitsmaßnahmen zugängig.

Solartainer

Der Solartainer AG16-001 ist der ursprüngliche Prototyp der 40-Fuss-Container-Variante von Africa GreenTec und wird hausintern auch gerne "der Panzer " genannt. Es ist der erste und einzige Amali-Solartainer, der mit polykristallinen Solarmodulen ausgerüstet ist und schimmert daher auf den Bilder auch bläulich.

Die Anlage wurde im Januar 2016 nach 12-monatiger Erfahrung mit dem Prototypen AG14-000 in Mourdiah im benachbarten Mali entwickelt. Die Konstruktion, die gemeinsam von unseren Projektleitern Robert Skibicki und Dennie Plass vorentwickelt wurde, wurde anschließend durch ein Konstruktionsbüro in Warschau konstruiert. Das Team in Warschau hatte im Stahlbau noch Konstrukteure aus Sovietzeiten im Team, so wurde der erste Amali mit knapp 18 Tonnen auch ein unzerstörbares Produkt, das uns später beim Aufbau auch robleme beim Abladen bescherte. Der Stahlbau begann im Juli 2016 und dauerte mit allen Entwicklungen und Leistungstest bis Januar 2017. Als die Anlage im Winter 2016/2017 dann in Hainburg aufgebaut wurde, erweckte sie großes Aufsehen bei der Presse und der Redaktion von Planet E (ZDF).

Im Rahmen des Reformationsjubiliäums 500 Jahre Luther #r2017 war der Solartainer im Mai 2017 in Zusammenarbeit mit der Energie-Avantgarde, Teil der Weltausstellung Frieden in Wittenberg.

Im Juni 2016 begannen dann die Dreharbeiten für die große Dokumentation Die Solarstrom-Macher, die den Zusammenbau der Anlage in Deutschland, den Transport über das Meer bis zum Aufbau in der Wüste Nigers begleitete. Insgesamt war das ZDF-Team über mehrere Wochen unter größten Sicherheitsvorkehrungen an der Seite des Teams von Africa GreenTec. Aufgrund des straffen Zeitplans des ZDFs und der eng getakten Dreharbeiten ist der Solartainer in Niger auch innerhalb des Teams in vielerlei Hinsicht ein Rekordprojekt.

Social Impact

Bezahlbare Energie für die Gewerbetreibenden den Haupt-Impact des Solartainer in Amaloul dar.

Die extremsten klimatischen Bedingungen der Region in der Sahara und die Nähe zu Terrorgruppen und Flüchtlingsrouten sind für die Menschen vorort eine große Herausforderung. Die Versorgung mit einer nachhaltigen Stromquelle und der Zugang zum Internet via Satellit sind eine wichtige Unterstützung für jegliche Aktivität.

Für ein Dorf welches im Umkreis von 80 Kilometern nichts hat außer Dunkelheit, ist die Straßenbeleuchtung eine der größten sozialen Errungenschaften. Das soziale Leben innerhalb des Dorfes kann auch in den kühleren Abendstunden weiter gehen. Mädchen und Frauen können ohne Angst nachhause laufen oder zu Verwandten. In der Schule oder auch den Wohnungen kann abends gelernt werden.

Tagsüber kann Eis und gekühlte Getränke bereitet werden. Lebensmittel, insbesondere Fleisch kann länger für den Verzehr aufbewahrt werden.

Starken Einfluss hat Strom auch in Amaloul auf die Gewerbetreibenden, wie z.B. den Schlosser, den Frisör aber auch den Schmid, der jetzt mit einem Drehschleifer Messer schärfen kann.

Die Moschee kann ihren Gebetsruf jetzt klarer und pünktlich abspielen, da die Batterien zuvor oft versagt haben. Die Krankenstation muss Geburten nicht mehr mit der Taschenlampe durchführen. Das Leben in Amaloul verändert sich zum Besseren.

Aufgrund der Sicherheitslage im Jahr 2018 konnten wir nicht alle Erweiterungen und Ausbildungen fortsetzen wie geplant, deshalb werden wir im 1. Halbjahr 2019 unsere Kundenbasis erweitern und von analogen Zählern auf Smartmeter umrüsten.



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Dorfbewohner
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Gewerbebetriebe
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