Foh, Cercle de Sikasso (Mali)

Foh liegt im Norden der Provinz Sikasso direkt an einer Nationalstraße. Das Dorf lebt von Baumwolle und verschiedenen landwirtschaftlichen Produkten und gehört zu einem der ersten Dörfer, die wir mit Solartainer versorgt haben. Die Stromversorgung wurde im April 2018 aufgenommen.

Das Dorf

Auf halber Strecke zwischen Sikasso und Koutiala auf der RN11 passiert man das Dorf FOH. Sehr markant die große Funkantenne des Mobilfunkbetreibers MaliTel direkt an der Straße. Das Dorf mit ca. 3.700 Einwohner wurde vor 12 Jahren mit einem Stromnetz ausgestattet, welches jedoch nie in Betrieb genommen wurde.

Als sich Africa GreenTec 2017 um die Konzession bemüht hat waren die Menschen in Foh sehr demotiviert und konnten nicht glauben, dass die noch junge und unbekannte Firma aus Deutschland tatsächlich eines Tages Strom liefern würde.

Im März 2018 rollte dann der grün/rot/gelbe Solartainer über Nationalstraße von Segou aus. Das Dorf stellte uns direkt einen etwas zwei Fussballfelder großen Platz zur Verfügung um bereit zu sein, falls später einmal zwei Solartainer Platz neben den beiden großen Trinkwasserreservoirs finden müssten.

Mali ist ein Vielvölkerstaat mit 74 verschiedenen Volksgruppen und zum Teil sehr exotischen Gewohnheiten. So ist die bevorzugte Speise in Foh "Hund". Für unser Team sowohl aus der Hauptstadt Bamako als auch insbesondere aus Deutschland ist das immer wieder befremdlich, aber natürlich sind die Essgewohnheiten für uns respektiert und solange die Menschen den Strom zu unseren Konditionen akzeptieren ist alles in Ordnung.

In Foh planen wir in diesem Jahr Netzwerweiterungen durchzuführen um mehr Kunden zu erreichen.

Aufgrund der mobilen Containerbauweise können die Solarcontainer im Falle eines Risikos oder eines Rückzahlungsausfalls sofort mit einem normalen Truck abtransportiert werden. Dies stellt eine größere Sicherheit für den Projektinhaber und der Investition dar.

Solartainer

Der Solartainer "Amali" (Containernr. AG16-003) in Foh gehört zu den ersten Prototypen von Africa GreenTec und wurde im September 2017 in Deutschland gebaut. Die Anlage wurde zu Trainingszwecken am Stammsitz in Hainburg/ Hessen aufgebaut und getestet. Ein großer Teil unseres Teams war zu diesem Zeitpunkt mit dem Aufbau des Prototypen AG16-001 in Niger beschäftigt, begleitet vom ZDF. Deshalb ist die Anlage unter Leitung des 2018 verunglückten Ingenieurs Charlie Njonmou komplettiert worden.

Charlie hat seinerzeit beim ersten Aufbauen der Anlage einen Verriegelung nicht gelöst. Dadurch verbog sich die Dachkonstruktion ganz leicht, was man heute beim genauen Hinsehen noch sehen kann. Somit hat er unfreiwillig dem Solartainer in Foh eine ganz persönliche Erinnerungsnote verpasst.

Der Solartainer in Foh ist noch aus der ersten Generation und hat intern die Versionsnummer v3. Bei den ersten 5 Anlagen sind die Erfahrungen vorort in die laufende Produktion eingeflossen und haben meist noch zu direkten Veränderungen geführt. Wie bei den beiden ersten Prototypen in Amaloul und Djoliba war der Trägerarm und die Haltestreben noch komplett lackiert. Die Rahmenkonstruktion war aber schon erheblich leichter. Zu den Vorgängermodellen konnten wir knapp 1.6 Tonnen Gewicht reduzieren.

Die wesentlichste Änderung zu den beiden Schwestercontainern AG16-001 und AG16-002 ist jedoch der Lithium-Ionenspeicher. Während die beiden ersten Anlagen noch auf einem sehr robusten Block-Zellenaufbau basieren, kam in Foh erstmalig eine modulare, flexible Batterielösung zum Einsatz, die es ermöglicht Batteriemodule mit steigender Nachfrage aufzurüsten.

Um diese Speicher technisch gut zu steuern und zu kühlen wurde zudem die Kühlung der Anlage überarbeitet und verbessert.

Social Impact

in Foh haben wir zurzeit nur ein sehr kleines Stromnetz von ca. 1.200 Metern zur Verfügung, welches überwiegend zur Straßenbeleuchtung eingesetzt wird. Unsere ca. 150 Kunden sind fast ausschließlich östlich der Nationalstraße. Wir versorgen diese Kunden dafür Tag und Nacht mit sauberer Energie.

Dieses Jahr planen wir auch im westlichen Teil des Dorfes das Stromnetz zu erweitern und vor allem die kleinen Gewerbebetriebe einzubinden. Auch die große Krankenstation liegt am südwestlichen Eingang des Dorfes und ist ohne Stromversorgung.

Durch die Nationalstraße wird das Dorf im Laufe des Jahres stark von produktivem Strom profitieren. Restaurants für den Durchgangsverkehr, Schweißer und Schlosser, Reifenreparaturen und Boutiquen könnten von den vielen Fahrzeugen, die das Dorf passieren ihre Existenz bestreiten.

Die Region ist sehr fruchtbar, mit funktionierenden Kühlketten werden viele neue Möglichkeiten entstehen für die Menschen ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse länger zu nutzen.

In Djoliba können wir heute bereits die Veränderungen deutlich sehen. Wie man in diesem spannenden Video sehen kann, entwickelt sich inbesondere bei Dörfern an großen Nationalstraßen ein lebendiges Leben nach Einbruch der Dunkelheit.

Wir gehen auch davon aus, dass sich in Foh einige Mühlen etablieren werden. Aktuell gibt es mehrere Eselsmühlen auf Dieselbasis, so wie diese mobile Esels-Mühle, die wir Ende 2017 in Foh getroffen haben.

Mit unserem Tarifpaket 3 sind solche Konstruktionen hoffentlich bald Vergangenheit - auch in Foh.

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Dorfbewohner
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Haushalte
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Gewerbebetriebe
Energy Awad 2016 PV Magazine Award 2016 - top business model  2nd Venture Competition European Final 2015 - Climate KIC  imug - Nachhaltigkeitsgutachten


Email: info@africagreentec.com


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