ZDF - Dokumentation: Die Solarstrom-Macher

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1. Tag in Tahoua: Das Team bereitet die Mission vor
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Ankunft in Amaloul Nomade. Torsten wird verkabelt
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Besuch von Staatsminister in Amaloul
Öko-Strom für das Dorf Amaloul im Niger. Eine deutsche Privatinitiative baut dort einen Solartainer auf. Kampf gegen Hitze und Sand. Wird die Technik in der Wüste funktionieren? Es handelt sich um einen Prototypen von Africa GreenTec. Auch das Team ist sehr gespannt ob die Anlage die weite Reise aus Deutschland gut überstanden hat.

Ist das Pilotprojekt erfolgreich, sollen 500 weitere Dörfer am Rand der Sahara folgen. Können private Investitionen ein Gegenmodell sein für traditionelle Entwicklungshilfe? Die Bundesregierung mit Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, möchte mit einem "Marshall-Plan für Afrika" private Investoren gewinnen.

Nur etwa ein Prozent der Landbevölkerung im Wüsten- und Flächenland Niger ist an das Stromnetz angeschlossen. Energie für das Nötigste kommt aus schmutzigen, oftmals veralteten und ineffizienten Diesel-Generatoren, der Treibstoff muss über weite Entfernungen herangeschafft werden. Das macht Energie zum teuren Luxusgut. Länder wie der Niger sind schlicht zu arm, um ein Stromnetz aufbauen zu können. 50 Jahre Entwicklungspolitik haben daran nicht viel geändert.

Nun sollen private Investoren in die Bresche springen und mit ihren Geschäftsideen den Weg aus der Armut zeigen und damit helfen, neue Flüchtlingswellen zu verhindern. Doch gerade in den rückständigsten Ländern ist das schwierig, da die nötige Infrastruktur fehlt – auch im Niger. Die Landwirtschaft ist unterentwickelt. Analphabetismus ist weitverbreitet, die Kindersterblichkeit hoch. 30 Prozent des Wassers ist verseucht. Der Niger ist zudem ein wichtiges Drehkreuz für Flüchtlingsströme aus der gesamten Subsahara-Region. Die Gluthitze der Wüste, der fortschreitende Klimawandel und Terrordrohungen aus den instabilen Nachbarländern machen den Niger zu einer risikoreichen Herausforderung für Investoren.

Dennoch haben Torsten Schreiber und seine Frau Aida aus Mali es gewagt. Ihr Start-up "Africa GreenTec" ist derzeit der erste und einzige private Investor im Niger. Mit ihrem Team von Umweltaktivisten und Ingenieuren und mit viel Idealismus und Engagement haben die beiden einen mobilen Solarcontainer für die entlegenen Wüsten-Dörfer entwickelt.

"planet e." begleitet die Expedition, die die erste Pilot-Anlage im Niger aufstellen soll - im 3000-Seelen-Dorf Amaloul am Rand der Sahara. Der Solartainer soll Licht für die Schule bringen, eine effizientere Bewässerung und Landwirtschaft ermöglichen sowie viele kleine Handwerksbetriebe und Privathaushalte mit Strom versorgen.

Das Paar hat ein großes Ziel: Binnen zehn Jahren will es 500 Dörfer elektrifizieren und so mindestens drei Millionen Menschen in Afrika mit Strom versorgen. Vom Gelingen des Pilotprojekts hängt ab, ob die Firma den Zuschlag dafür erhält oder scheitert – und ob die Menschen in Amaloul eine Chance auf Entwicklung und ein besseres Leben bekommen. Doch für Team und Technik wird das Aufstellen des Solarcontainers in der extremen Hitze zum Härtetest.

Mehr über die Dokumentation: Die Solarstrom-Macher

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Das Team vom ZDF wird von Elitesoldaten der Nigrischen Armee bewacht
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Die Senisbilisierung der Dorfgemeinschaft übernimmt Oumar Maiga vom AGT Mali - Team
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Das ZDF-Team hat mit der starken Hitze in Amaloul zu kämpfen.
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Africa GreenTec-Ingenieur Lorenz Brellochs versucht via Satellit nach Deutschland zu funken

Der spannende Drehort Amaloul Nomade in Niger für die Dokumentation Die Solarstrom-Macher liegt in der Region Tahoua im westlichen Zentralafrika am südlichen Rande der Sahara und wurde bereits von mehreren Tuareg-Rebellionen und Bürgerkriegen heimgesucht und ist mittlerweile ein Drehkreuz für Migrantenströme aus ganz Westafrika. Nach aktuellen Schätzungen gehen 90% der Fluchtrouten auf dem afrikanischen Kontinent durch das Land.

Hohe Sicherheitsvorkehrungen für den Dreh

Dementsprechend streng und herausfordernd waren die Vorbereitungen und Sicherheitsvorkehrungen: Drehorte und Wege wurden lange vorab von den ZDF-Projektmanagern geprüft und immer wieder mit den Verantwortlichen abgestimmt. Die Redakteurin musste lernen, dass ein „Tracker“ keine Outdoor-App ist, die Wanderwege nachzeichnet, sondern ein Ortungsgerät für Notfälle.

Vor dem Drehbeginn in Niger, folgte ein Krisen-Training für das ZDF-Team bei der Bundeswehr. Bis zum letzten Tag stand die Abreise unter Vorbehalt, sollte es z.B. zu Terrorattacken kommen. Vor Ort begleitete das ZDF-Team eine nigrische Elite-Einheit, bestehend aus mehreren Fahrzeugen mit 15 Soldaten und zwei Offizieren, die frisch aus dem Kampf gegen Boko Haram abgezogen wurden um auf das deutsche Fernsehteam aufzupassen. Sie halten Wache vor Hoteltüren, sichern auch bei kurzen Zigarettenpausen die Straße großflächig ab und standen dem Kameramann in jedem Bild.

Auch das Team von Africa GreenTec hatte eine Eskorte und dem Kommando von Hauptmann Mahmoud dabei.

Doch sehr schnell war dem Fernsehteam aus Deutschland klar: Die Hitze ist der größter Feind. 45 Grad im Schatten, in der Sonne noch heißer durch den reflektierenden Sand. Schon am ersten Drehtag waren die vermeintlich großzügig bemessenen Wasservorräte nach drei Stunden aufgebraucht. Zehn Liter pro Person und Tag plus viele Soft-Drinks für den Zucker-Kick schwitzt man einfach wieder aus – was gerade für die weiblichen Teammitglieder nicht besonders praktisch war, denn natürlich gibt es kaum öffentliche Toiletten und auch kein schützendes Buschwerk. Binnen Tagen schmolzen die Schuhsohlen der nicht für die Wüste gemachten Wanderschuhe von Tonfrau Andrea Schrade ab – auch dafür war das "Gaffer-Tape" dann gut. Kameramann Henryk Ditze gelingt es trotzdem, faszinierende Bilder einzufangen.

Niger ist ein Entwicklungsland

Die Analphabetenquote ist erschreckend, die Geburtenrate die höchste der Welt. Doch die Menschen arrangieren sich mit der feindlichen Natur trotz geringer Hilfsmittel. Sehr berührt hat Redakteurin Doris Ammon, wie viele Interview-Partner dem ZDF immer wieder danken, dass sich die Journalisten trotz Terror-Angst in ihr Land gewagt haben, das bettelarm, aber gleichzeitig so wild und atemberaubend schön ist. Dass ihnen das ferne, reiche Europa das Fernsehen schickt, um zu berichten. Dass sie nicht vergessen sind.

Die Wüste lebt – auch bei Autounfällen

Ausgerechnet hier im Sahara-Sand will Africa GreenTec die Welt verbessern – das mit vielen Nachhaltigkeitspreisen ausgezeichnete Start-Up aus Hessen ist eine Gründung von Torsten Schreiber und
seiner afrikanischen Frau Aida. Die beiden haben sich zum Ziel gesetzt, drei Millionen Menschen
in Afrika mit mobilen Solarcontainern mit Strom zu versorgen – dort, wo es die Regierungen
nicht vermögen, ein Stromnetz zu bauen. Armen Menschen so eine Chance auf Entwicklung zu
geben – das könnte der Königsweg sein, um eine der Hauptursachen für die anhaltende Migration
zu bekämpfen. Das Pilot-Projekt im Dorf Amaloul begleiten das ZDF mit der Dokumentation Die Solarstrom-Macher für das Umwelt-Format „planet e.“

Behind the scenes / Backstage „Die Solarstrom-Macher“

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Das ZDF hat das Africa GreenTec Team für die Dokumentation Die SOLARSTROM-MACHER mehrere Drehtage im Büro und am Firmensitz in der Nähe von Frankfurt begleitet. Der Abtransport des Solartainers wurde mit verschiedenen Kameras uns Drohnen gefilmt.

Wenige Wochen später waren das Team von Africa GreenTec und das Team vom ZDF in Niger um den Solartainer in Empfang zu nehmen. Mehrere Tage im Dorf Amaloul zusammen hatten spannende Erlebnisse.

Ständig "verkabelt" zu sein war auch für uns eine große Herausforderung.
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Energy Awad 2016 PV Magazine Award 2016 - top business model  2nd Venture Competition European Final 2015 - Climate KIC  imug - Nachhaltigkeitsgutachten


Email: info@africagreentec.com


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