Mourdiah, Mali – Pilotprojekt

Der Solarcontainer Prototyp wurde im September 2015 erfolgreich in Betrieb genommen. Die bisher gewonnenen Daten und Erfahrungen sind bereits in die Konstruktion des 2016er Modells „Amali“ eingeflossen, das als erste Serienversion in kommenden Projekten und auch für die Erweiterung von Mourdiah eingesetzt werden soll. Durch den Solarcontainer werden 40 t CO2 pro Jahr eingespart.

Lage

Mourdiah liegt ungefähr 300 km nördlich von Bamako, der Hauptstadt Malis, in der Nara Region am südlichen Rand der Sahara. Das Dorf zählt ungefähr 5.000 Einwohner von denen der überwiegende Teil in der Subsistenzlandwirtschaft tätig sind. Der ehemalige, malische Präsident Dioncounda Traoré ist in der Region um Mourdiah geboren. Präsident Traoré ist Schirmherr des Pilotprojektes in Mourdiah.

Versorgung

Das Dorf wurde bis vor einigen Jahren noch von einem Dieselgenerator mit Strom versorgt, bis sich der Betreiber aufgrund eines zu hohen Dieselpreises zurückzog. Das Dorf verlor seine Elektrizität. Zur Beleuchtung nutzen viele Haushalte gesundheitsschädliche Kerosinlampen, worunter besonders die Kinder beim abendlichen Lernen leiden. Gekocht wird meist über Feuerstellen für deren Betrieb die letzten Gehölze gerodet werden. Dies ist ein wesentlicher Grund für die weitere Ausbreitung der Sahara in Richtung Süden.

Durch unseren Pilotcontainer werden seit September 2015 zuverlässig 120 Haushalte und fünf kleine Gewerbe mit sauberen und erschwinglichen Strom versorgt. Africa GreenTec hat den Solarcontainer seit 2014 gemeinsam mit seinen Partnern, stetig weiter entwickelt. Das Ergebnis war der in Mali befindliche Solarcontainer, der erste seiner Art. Abweichend von der Südausrichtung der Module, die wir aus Deutschland kennen, wird der hier finanzierte Prototyp in einer Ost-West-Ausrichtung konstruiert, da der Standort näher am Äquator liegt und so eine bessere Ausnutzung der Sonneneinstrahlung möglich ist. Die Anlage kann innerhalb kürzester Zeit auf- und abgebaut werden, wodurch man sie gut gegen auftretende Sandstürme schützen kann.

Die DC-Gesamtleistung des Prototypen im Pilotprojekt beträgt 29,58 kWp und es handelt sich hierbei um eine echte Photovoltaik-Insellösung.

Unsere Firma Mobile Solarkraftwerke Afrika übernimmt die Finanzierung, Steuerung und das Management des Projektes von Deutschland aus. Ein deutschsprachiger Servicepartner in Westafrika kümmert sich um Betrieb und Wartung der Anlage und erhält hierfür eine jährliche Pauschale. Zwei vor Ort ausgebildete Servicemitarbeiter übernehmen den First Level Support und sorgen für die Sicherheit, sowie die Säuberung der Paneele, den Schutz des Objektes und die Kommunikation mit der Community. Die Serviceleitung überprüft die Anlage per Fernwartung und übernimmt bei Bedarf den Second Level Support vor Ort. Somit findet auch ein Know-how-Transfer in die Region statt.

Finanzierung

Die Mobile Solarkraftwerke Afrika GmbH & Co. KG hat mit der Plattform bettervest den ersten Solarcontainer als Mietkaufmodell via Crowdfunding finanziert. Neben dem eingesetzten Eigenkapital betrug die von Kleinanlegern bereit gestellte Summe für die Realisierung des Projektes 107.700€ inkl. der Finanzierungskosten der Plattform. Ausschließlich bei den Pilotprojekten bieteten wir den Investoren, aufgrund des hohen Risikos, eine jährliche Verzinsung von 9% über eine Laufzeit von 7 Jahren.

Die Dorfgemeinde zahlt über den Servicepartner jährlich 21.600€ für die Nutzung der Anlage im Mietkaufverfahren sowie 2.400€ für die Wartung und Service. Im Vergleich zu einer dieselgetriebenen Stromerzeugung spart das Dorf jährlich 3.101 €. Hinzu kommen vermiedene Umweltbelastungen durch austretendes Öl, Schmierstoffe oder Lärm. Auch war der Transport des Diesels in das Dorf in der Vergangenheit nicht durchgängig sichergestellt.

Aufgrund der mobilen Containerbauweise können die Solarcontainer im Falle eines Risikos oder eines Rückzahlungsausfalls sofort mit einem normalen Truck abtransportiert werden. Dies stellt eine größere Sicherheit für den Projektinhaber und der Investition dar.

Social Impact

Durch die wieder hergestellte und nun auch günstigere Elektrizitätsversorgung konnten bereits viele Bewohner und insbesondere Frauen die Produktivität ihrer handwerklichen Heimarbeit signifikant erhöhen. Durch das wieder ermöglichte Laden von Handys können sich die Bewohner bspw. über aktuelle Marktpreise informieren. Das zur Verfügung gestellte Licht schont die Augen und erlaubt handwerkliche Tätigkeiten auch in den Abendstunden.

Für die Beleuchtung wurden durch unseren Partner lumindo extra LED-Leuchten bereitgestellt, die eine erheblich verminderte Anziehungswirkung auf Malariamücken ausüben.

Zahlreiche Kinder in Mourdiah können nun nicht nur endlich ohne den Ruß aus düsteren Kerosinlampen lernen, unser Partner labdoo.org hat darüber hinaus 40 Laptops für die örtliche Schule bereitgestellt, auf denen entsprechende Lernsoftwares in Landessprache vorinstalliert wurden. Dies ist die beste anerkannte Methode um Schüler aus Entwicklungsländern und dazu noch in ländlichen Bereichen, auf die zukünftige Arbeitswelt vorzubereiten.

Energy Awad 2016 PV Magazine Award 2016 - top business model  2nd Venture Competition European Final 2015 - Climate KIC  imug - Nachhaltigkeitsgutachten


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