Djoliba, Mandé (Mali)

Der Standort in Djoliba wurde von der Firma Mobile Solarkraftwerke Afrika GmbH & Co. KG ursprünglich erfolgreich über die Crowdfunding-Plattform bettervest finanziert. Die Anlage war der erste Solartainer vom Typ Amali der nach Mali ausgeliefert wurde. Das Projekt wurde bereits 2015 mit dem lokalen Partner EMS Energie SARL in Bamako entwickelt, der das Dorf zuvor erfolglos mit Dieselgeneratoren versorgt hat.

Das Dorf Djoliba

Djoliba wurde zwischen 2010 und 2014 durch Dieselgeneratoren des Betreibers EMS Energie betrieben, die bis zur Übernahme der Versorgung durch den Solartainer aufgrund des hohen Preises für den Treibstoff stillstanden. Seitdem war das Dorf in seiner Entwicklung stark zurückgefallen. Die Menschen seien wie „Schlafwandler“, so Mamadou Sall - Chef von EMS Energie in einem Interview 2015. Als der Projektentwickler Mobile Solarkraftwerke Afrika GmbH & Co. KG ihm 2015 von unserem Projekt berichteten war das für ihn wie ein „Himmelsgeschenk“. Der Solarcontainer gab Mamadou Sall nun endlich wieder die Möglichkeit, seine insgesamt 300 Kunden in Zukunft mit erneuerbarem Strom versorgen zu können.

Zum Einsatz kommt die 2016er Version des Solarcontainers „Amali“ - die Weiterentwicklung unseres Solarcontainer- Prototyps aus Mourdiah. Das System ist mit Modulen von Solarworld, Wechselrichtern von SMA und einem neu entwickelten Lithium-Speichersystem ausgestattet. Die DC-Gesamtleistung der Anlage beträgt 37,44 kWp. Der Speicher stellt zur Zeit bis zu 4 Std. am Abend Strom bereit. Durch den Betrieb des Solarcontainer können über 50 t CO2 jährlich eingespart werden.

Djoliba ist Teil des Forschungsprojektes mit Prof. Dr. Frank-Martin Belz von der Technischen Universität München

Solartainer

Das Crowdfunding auf bettervest wurde im April 2016 gestartet und war nach 104 Tagen zu 100% erfolgreich abgeschlossen. Der Solarcontainer vom Typ "Amali" wurde von Africa GreenTec entwickelt. Die Entwicklungs des neuen Prototypen hat bis Januar 2017 gedauert. Die zweite Anlage, die nun in Djoliba steht wurde im Juli 2017 nach Mali verschifft und im Dezember 2017 erstmalig testweise in Betrieb genommen und hat im Gegensatz zu dem ersten Pilotprojekt/ Prototyp "Kani", der in Mourdiah eingesetzt wurde, eine aufwändige Kühlung, einen doppelt so starken und neuartigen Speicher und eine ca. 10 kWp höhere Generatorleistung. Darüberhinaus ist der Standort Djoliba -aufgrund der Erfahrungen in Mourdiah- mit realen Erfahrungswerten kalkuliert und konzipiert. 

Der ursprünglich durch die Dieselgeneratoren produzierte Strom kostete je nach Beschaffungssituation bis zu 1 € pro kWh (inkl. Wartungskosten). Durch den Solarcontainer können wir einen Preis von 0,38 € pro kWh am Abend und 0,19 € pro kWh am Tag zzgl. einer geringen, monatlichen Grundgebühr anbieten. Der Stromvertrieb wurde im Januar 2018 erstmalig in Mali mit unserem neuen Tarifsystem aufgenommen.

Im Juni 2018 ist der Geschäftsführer der MSKA, Charlie Njonmou (38) bei einem Autounfall tödlich verunglückt, kurze Zeit später musste der Standort einen weiteren schweren Schlag hinnehmen, als der verantwortliche Elektriker im Dorf, Yoro Sidibé (38) ebenfalls verstarb. Wir haben daraufhin die Crowdfunding-Finanzierung abgelöst.

Social Impact

Insbesondere durch die Lage an der Nationalstraße konnten in den letzten Monaten die Geschäftsleute an der Straße erheblich ihren Service ausbauen. Fahrzeuge halten an, es gibt kleine Fastfood-Restaurants.

Der Friseur hat ausgebaut, betreibt nun ein kleines Entertainment-Angebot für seine Kunden mit Filmen und Radioprogramm. Es gibt ein Elektronikgeschäfts, das nun Playstation-Spielen anbietet. Zwei Internet-Cafés bieten ihre Dienste an. Es gibt mehrere Schneider und gekühlte Getränke.

Die Straßenbeleuchtung sorgt abends für einen sicheren Nach-Hause-Weg, insbesondere an der Hauptstraße ist ein lebendiges Social Life zu beobachten. Viele Grundstücke entlang der Straße werden mit Boutiquen und Lagerräumen bebaut.

Zur Zeit versorgen wir ca. 260 Haushalte und 40 Gewerbetreibende. Da es sich bei dem Solartainer AG16-002 um eine der ersten Anlagen handelt ist die Kapazitätsgrenze insbesondere in den Abendstunden bald erreicht.

Durch den Tod des Geschäftsführers der MSKA KG und den Tod des Dorfelektrikers Yoro Sidibe musste der Standort letztes Jahr schwere Rückschläge hinnehmen und war für einige Wochen außer Betrieb.

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Dorfbewohner
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Haushalte
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Gewerbebetriebe
Energy Awad 2016 PV Magazine Award 2016 - top business model  2nd Venture Competition European Final 2015 - Climate KIC  imug - Nachhaltigkeitsgutachten


Email: info@africagreentec.com


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