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Awa Koné (40) macht sich wie jeden Nachmittag auf den Weg zu ihrem Restaurant. Freundliche Gesichter lächeln sie an und grüßen sie. Awa will ihr Dorf voranbringen. Deshalb hat sie sich vor einiger Zeit dazu entschieden ein kleines Restaurant in Djoliba zu eröffnen, in dem sie täglich verschiedene Gerichte für ihre Gäste anbietet. Ob Reis mit Hähnchen, Kochbanane, Pasta oder Yams, für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Durch den Strom von Africa GreenTec ist es ihr möglich, auch abends zu verkaufen und gerade die jungen Leute mit der Musik ihres Ladens anzuziehen.

Sie hat nun sogar zwei Mitarbeiterinnen, die sie sowohl beim Kochen, Aufräumen und dem Gästeservice unterstützen. Bis zu fünf Besucher passen in ihren Laden und der ist gerade in den Abendstunden viel besucht.

Wir haben sie gefragt, warum es ihr wichtig war gerade ein Restaurant aufzumachen.

 

“Jeder muss essen und ich möchte so die jungen Leute unterstützen! Wenn sie von der Arbeit kommen, um Pause zu machen, sollen sie durch mein Essen wieder Kraft tanken können, um danach motiviert und gestärkt mit ihrer Arbeit weitermachen zu können. So können sie unser Dorf am besten unterstützen”.

Awa – die geborene Businessfrau

Awa verkauft seit ihrem 15. Lebensjahr. So hat sie früh gelernt sich als selbstständige Verkäuferin durchzusetzen. Je nach Saison hat sie Mangos oder Orangen an die Menschen im Dorf verkauft. Bevor sie mit dem Restaurant angefangen hat, verkaufte sie Fische, wie ihre Schwester. Da die Zahl der lokalen Fische jedoch drastisch gesunken ist, stellte der Fischverkauf keine zuverlässige Einkommensquelle mehr dar. Dies war einer der Gründe, ihr Restaurant zu eröffnen.

Der Strom von Africa GreenTec bringt Veränderung

Seit 3 Jahren bezieht sie schon den Solarstrom von Africa GreenTec und ist zu einer sehr zufriedenen Stammkundin geworden. Zuvor haben die meisten Leute ihr Essen nur abgeholt, um es zu Hause zu essen; seitdem sie abends über Licht verfügt und auch Musik abspielen kann, lädt es gerade abends viele Menschen zum Verweilen ein. Die Menschen sitzen noch bis spät nachts zusammen, essen, trinken und amüsieren sich. Der Strom hat laut Awa generell mehr Leben ins Dorf gebracht. Zudem schrecken die hellen Lampen die Mücken ab, was einen weiteren Vorteil darstellt.

Awa Koné

Biogas kann Deforestation aufhalten

Interessant war es zu erfahren, dass Awa immer mit Feuer kocht, wobei sie selbst anmerkt, dass das oft mühsam ist, da der Weg um Feuerholz zu sammeln recht weit ist und ihr die Last des Feuerholzes oft Rückenschmerzen bereitet. Zudem kann sie nicht alles alleine tragen und muss so zusätzlich Geld für den Transport ausgeben.

In Djoliba werden die Bäume immer weniger, da sie auch von vielen anderen zum Kochen benötigt werden. Die Abholzung sieht auch Awa als großes Problem. Würde es zum Beispiel die Möglichkeit geben auf Biogas umzusteigen würde sie es in Erwägung ziehen.

Awa Kondé Arbeit

Um ihren Mann finanziell besser unterstützen zu können und auch als Frau selbstständiger zu sein, fing sie vor ein paar Jahren mit dem Geschäft an. Während sie arbeitet, passt nun ihre älteste Tochter auf die kleineren Geschwister auf. Für die Zukunft ihrer Kinder wünscht sie sich, dass sie im Gegensatz zu ihr die Schule besuchen können. Deshalb arbeitet sie auch hart und wenn später eines ihrer Kinder das Restaurant übernehmen würde, würde sie das sehr glücklich machen.

Das Restaurant bringt ihr Respekt und Wertschätzung im ganzen Dorf ein. Manchmal kommt es vor, dass Awa mehr kocht als sie tatsächlich verkauft. Dann verschenkt sie das Übriggebliebene an die Menschen, die es gut gebrauchen können. Dafür sind ihr die Leute natürlich dankbar und vertrauen ihr. Teilweise fungiert sie sogar als “kleine Bank”. Die Dorfbewohner vertrauen ihr Geld an, weil sie wissen, dass Awa verantwortungsvoll damit umgeht.

Awa Kondé Mitarbeiterin
Awa Kondé

Auch Fatomata Ongoiba (18), die nun 2 1/2 Jahre für Awa arbeitet und sie tatkräftig unterstützt, schätzt ihre Chefin und kann sich vorstellen, das Restaurant zu übernehmen, wenn Awa einmal aufhört.

Alle Kunden beschreiben Awa als sehr zuvorkommende und zuverlässige Frau, die hart arbeitet und – am wichtigsten – sehr lecker kocht! Jeden Donnerstag und Sonntag fährt Awa nach Bamako, um auf dem Markt ihre Zutaten einzukaufen. Aufgrund der großen Mengen lohnt sich der Weg in die Hauptstadt.

Women Empowerment im Dorf – die Frauen unterstützen sich gegenseitig

Awa ist Mitglied in einem Frauenverein, mit dessen Hilfe sie das nötige Startkapital für das Restaurant zusammenbekommen konnte. Jede der 50 Frauen in dem Verein zahlt monatlich die selbe Summe in einen gemeinsamen Topf ein und am Ende des Monats wird eine der Frauen per Losprinzip ausgewählt und erhält das Geld. So konnte sie sich den Start ihres Restaurants eigenständig erarbeiten.

Als Africa GreenTec 2017 nach Djoliba kam, war das eine große Nachricht im ganzen Dorf. Die Griots sind auf ihren Mopeds durch das Dorf gefahren und haben mit lauten Pfeifen angekündigt, dass die Weißen (“Deutschen”) gekommen sind und den Bewohnern Strom anbieten wollen. Awa war damals die 13. Person, die sich bei unserem Elektriker vorstellte und sich für einen Stromanschluss bewarb.

The future is bright

Heute plant sie, den Laden zu vergrößern. Ihr Sortiment soll sich erweitern und sie will zusätzlich kalte Getränke anbieten. Nach ihrem Vorbild haben auch andere Menschen im Dorf neue Restaurants eröffnet, da sie gesehen haben, wie sich das Leben von Awa verändert hat und wie sie ihr Dorf bereichert. Einige sind auch neidisch auf sie, aber das stört Awa nicht.

“Wo es Erfolg gibt, gibt es auch Neider.”

Awa Koné

Trotz Herausforderungen – Awa lässt sich nicht aufhalten

Doch das Business ist nicht immer leicht: Die Lebensmittelpreise schwanken stark und wenn sie an einem Tag nicht genug verkauft, wird es teilweise auch für sie finanziell schwierig. Deshalb sorgt sie vor und legt sich, so gut es geht, etwas Geld zur Seite.
Awa möchte mit ihrem Geschäft auf jeden Fall weiter wachsen, doch Bankkredite und andere finanzielle Unterstützung sind auf dem Dorf etwas schwierig zu bekommen.

Der Strom, über den sie dank Africa GreenTec verfügt, hat Awas Leben bereichert und zum Positiven verändert. Sie hofft, ihrer Gemeinschaft durch das Restaurant etwas zurückgeben zu können und auch folgenden Generationen ein besseres und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Wenn hier mehr Menschen wie Awa sehen wollt, die ihr Schicksal selbst bestimmt in die Hand nehmen und dabei erfolgreich sind, seid dabei und werdet selbst Teil unserer Arbeit.

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