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Chancen und Schwierigkeiten junger Menschen in Madagaskar

Herinajaina
15. Februar 2023

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Im Jahr 2018 wurde die Bevölkerung Madagaskars auf 26 Millionen geschätzt. Ungefähr 42,5 % der Bevölkerung sind jünger als 15 Jahre, 54,5 % sind zwischen 15 und 64 Jahre alt. Die 65-Jährigen und Älteren machen 3 % der Gesamtbevölkerung aus. Das bedeutet, dass junge Menschen einen großen Teil der madagassischen Bevölkerung ausmachen. Es scheint, dass Madagaskar eine große Zukunft hat, wenn es diese Chance nutzt.

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Obwohl viele junge Madagassen wissbegierig, intelligent und interessiert sind, gibt es einige Hindernisse beim Lernen.
Ein großes Problem ist das fehlende Bewusstsein für die Bedeutung von Bildung in der madagassischen Bevölkerung. Weit verbreitet ist oft noch, dass ein langes Studium nicht wirklich notwendig ist. Wenn man weiß, wie man rechnet und liest, reicht das den meisten für das Leben aus, vor allem in den ländlichen Gebieten.

Auf der anderen Seite muss auch die Qualität der Bildung in Madagaskar verbessert werden, die derzeit sehr veraltet ist. Ein Großteil der Schulausstattungen wurde nie auf den neuesten Stand gebracht und ist nicht ausreichend. So wird zum Beispiel oft noch veraltetes Material verwendet, wie alte Bücher und Lektüren, die leider weder interessant noch motivierend für die Lernenden sind.

Außerdem fehlt vielen jungen Madagassen ein ausreichender Zugang zu neuen Technologien, insbesondere zum Internet. Mobile Daten und Wi-Fi sind sehr teuer in Madagaskar. Zudem ist das Mobilfunknetz nur in einigen Teilen Madagaskars gut ausgebaut, meistens in den städtischen Gebieten.

Zu guter Letzt ist der Mangel an Elektrizität eines der größten Probleme in Madagaskar. schränkt die Menschen in Madagaskar in vielen Bereichen ein, vom täglichen Leben bis hin zu ihrer Karriere, vor allem junge Menschen, da nur etwa 23 % der Gesamtbevölkerung Zugang zu Elektrizität haben. In den ländlichen Gebieten haben nur etwa 18 % Zugang zu Elektrizität. Die installierte Kapazität der Stromerzeugung in Madagaskar beträgt dementsprechend nur etwa 650 MW (Produktion im Jahr 2008 = 486 GWh). Im Vergleich zu anderen Ländern Subsahara-Afrikas hat Madagaskar einen sehr geringen Zugang zu Elektrizität.

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Ich bin in einem kleinen Dorf auf dem Lande aufgewachsen, das keinen Zugang zum Internet oder eine gute Ausbildung hat. Wir haben zwar Strom, aber sehr umweltschädlich produziert, die meiste Zeit fällt aber auch der Strom aus.
In unserem Dorf gibt es nicht viel Infrastruktur wie Universitäten, Krankenhäuser, öffentliche Buchläden, Internetcafés usw. Das war einer der Gründe, weswegen ich für mein Studium nach Tana ziehen musste, um meine Ausbildung fortzusetzen, nachdem ich meinen BAC-Abschluss gemacht habe.

Aber es ist nicht einfach, in der Stadt zu leben, man muss eine Wohnung mieten und auch andere Kosten decken, z. B. Lebensmittel, Schulgebühren (bis zu 200.000 Ariary pro Monat) usw. Das ist nicht für jeden erschwinglich, weil das Leben so teuer ist. Für mich funktioniert deswegen nur so, dass ich vormittags studiere und nachmittags einem Teilzeitjob nachgehe.

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Die junge Generation der Madagassen hat viel Energie, Potenzial und Interesse für viele Dinge. Wir sind motiviert, neue Dinge zu lernen, Sprachen, Informatik, Kunst, etc.
Und im Vergleich zu anderen jungen Menschen auf der Welt natürliche Ressourcen wie einheimischen Wildtiere, Minen und weitläufiges Land. Dadurch ergeben sich auch neue Berufsmöglichkeiten, wie z. B. als Fremdenführer, Biologe, Anthropologe, usw.

Wir werden unser Bestes geben und so viel wie möglich tun, um mehr aus unseren Ressourcen und unserem Land herauszuholen! Dafür brauchen wir aber Unterstützung! Gemeinsam können wir die Zukunft Madagaskars gemeinsam. Wir brauchen deinen Support!

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