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#ImpactStory Modibo Traore – Unabhängig­keit, Selbst­ständig­keit und Freiheit

Marie
26. Juli 2021

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Modibo Traore wird in ganz Djoliba für seine Arbeit geschätzt

Heute machen wir uns auf den Weg, um Modibo Traore zu besuchen. Er ist 45, Schweißer und lebt in Djoliba, Mali. Als wir auf seinem Grundstück eintreffen, herrscht Hektik. Wir überqueren den Hof und bleiben vor seiner Werkstatt stehen. Heute gibt es viel Betrieb. Junge Männer schleppen Metallstücke. Es werden sich eilig Anweisungen zugerufen und die Schweißgeräte sorgen für einen hohen Lärmpegel.

Ein hochgewachsener Mann kommt auf uns zu. “Salam Aleikum”, begrüßt er uns! “Tut mir leid für den Lärm, aber heute ist viel los, wir können uns hier um die Ecke setzen und das Interview führen.” Wir folgen ihm. Unsere erste Frage ist, wie er sein Business aufgebaut hat.

Im Gespräch mit Modibo Traore

Oh, die Schweißerei ist ein Familienbetrieb. Meine Familie arbeitet hier sein Generationen. Mein Urgroßvater hat hier schon geschweißt. Damals gab es natürlich keinen Strom und er hat nur Werkzeuge für die Ernte repariert. Mein Vater hatte dann durch einen Dieselgenerator Strom und konnte auch andere Dinge reparieren. Und ich konnte durch euren Strom etwas komplett neues in Djoliba etablieren.

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Modibos Fertigkeiten und seine Zuverlässigkeit überzeugen in Djoliba

Seit Modibo 7 Jahre alt ist schaute er seinem Vater über die Schulter und lernte alles von ihm. Mit 15 arbeitete er dann fest im Familien­betrieb. Er arbeitete auch mehrere Jahre in Libyen und hat dort neue Techniken gelernt, die er nach seiner Rückkehr nach Djoliba auch hier integrierte.

Jetzt hat Modibo viel Verantwortung. Er ist Haupt­versorger für seine Groß­familie. Durch die Einnahmen aus dem Betrieb konnte er vor ein paar Jahren sogar ein Haus für die Familie bauen und seine Geschwister schätzen seine Unterstützung. Familie bedeutet für Modibo alles.

Im ganzen Dorf wird Modibo für seine gute Arbeit, Ambitioniert­heit und Zuverlässig­keit geschätzt. Jeder tritt ihm mit Respekt entgegen. Das merken wir auch bei unserem Besuch.

Er ist Vorstand der Handwerker­vereinigung Djolibas und wird bei Schwierig­keiten um Rat gefragt.

Es ist schön, dass die Menschen hier meine Arbeit schätzen. Ich liebe meinen Beruf und weiß, dass ich gut bin in dem, was ich tue. Für mich ist die Schweißerei keine Arbeit, sondern meine Leidenschaft, mein Leben. Ich mache es in erster Linie, um den Menschen hier zu helfen, nicht um möglichst viel Geld zu verdienen.

Modibo Traore

Africa GreenTec als zuverlässiger Stromversorger

Modibo war einer der Ersten, die Solarstrom von Africa GreenTec beziehen wollten. Da sein Dieselgenerator häufig kaputt ging und Gas eine äußerst teure Alternative in Djoliba ist, hat er sich sehr darum bemüht, nachhaltigeren und preiswerteren Strom zu bekommen.

Durch den Solarstrom von Africa GreenTec konnte er den Verbrauch des Dieselgenerators und der Maschinen, die mit Diesel arbeiten, reduzieren. Manchmal nutzt er sie noch, da seine Maschinen eine hohe Leistung benötigen und die des Solarstroms in den Abendstunden manchmal nicht ausreicht.

Seitdem er zuverlässigen Strom hat, kommen auch mehr Kunden. Nicht nur aus Djoliba, sondern auch aus den Nachbarorten. Seine Einnahmen haben sich in den letzten Jahren vervierfacht.

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Der Strom von Africa GreenTec hat einiges erleichtert

Es ist unglaublich, was sich hier alles verändert hat. Wenn ich daran zurückdenke, wie mein Großvater noch gearbeitet hat und wie ich heute arbeite… das sind Welten.

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Herausforderungen für die Zukunft des nachhaltigen Familienbetriebs

Aber es gibt auch Heraus­forderungen für das Business. Modibo fehlen noch die finanziellen Mittel, um modernere Maschinen für seinen Betrieb kaufen zu können. Er möchte sich außerdem im Bereich Stromgewinnung weiterbilden.
Durch Africa GreenTec kann ich endlich ohne Unterbrechungen arbeiten. Mein Dieselgenerator war ständig kaputt, zu teuer und kleinere Arbeiten nicht wirtschaftlich. Nun habe ich viel mehr Aufträge als vorher und meine Kunden müssen nicht mehr bis nach Bamako fahren, um Spezialanfertigungen zu erhalten. So bleiben die Arbeit und das Geld im Dorf! Seit diesem Aufschwung habe ich einige Jugendliche eingestellt und habe inzwischen insgesamt über 20 Mitarbeiter. Mein Unternehmen bedeutet für mich Unabhängigkeit, Selbstständigkeit und Freiheit.