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#CountryStory Mali

Katharina S.
08. November 2023

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Mali, im Herzen West­afrikas gele­gen, besitzt eine lebendige Kultur, historische Bedeu­tung und atem­be­raubende Land­schaften, ist aber auch geprägt von wirt­schaft­lichen Problemen und struk­turel­len Schwierig­keiten.

Mali hat für uns eine ganz beson­dere Bedeu­tung: Es ist der Geburts­ort der Africa GreenTec-Idee und das Land unseres aller­ersten Pilot­projekts. Trotz der aktuell ange­spannten Situation im Land bleibt unsere Verbin­dung zu Mali immer bestehen und unsere Projekte werden weiter betrie­ben.

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Ein Blick in die Geschichte Malis

Mali kann auf eine faszi­nierende Geschichte zurück­blicken, denn einige der frühesten Zeug­nisse mensch­licher Zivili­sa­tion finden sich inner­halb der malischen Landes­grenzen. Die antike Stadt Timbuktu, die von der UNESCO zum Welt­kultur­erbe erklärt wurde, war einst ein bedeutendes Zentrum des Wissens und des Handels in der Region. Die Biblio­theken und Uni­versi­täten der Stadt zogen Gelehrte aus ganz Afrika und der arabi­schen Welt an und machten die Stadt zu einem Dreh- und Angel­punkt des intellektu­ellen und kulturellen Aus­tauschs. Die im 14. Jahr­hundert für die Stadt errich­tete Djinguereber-Moschee ist ein Zeug­nis der archi­tektoni­schen Pracht und des islamischen Erbes der Stadt.

Vielfältige kulturelle Traditionen

Mali ist ein multi­ethni­sches Land, in dem eine große Zahl von Bevölkerungs­grup­pen lebt. Es werden mehr als 15 verschie­dene Sprachen gespro­chen, von denen sich jede in verschie­dene Varianten und Dialekte aufge­gliedert. Die Amts­sprache ist Franzö­sisch, das jedoch in der länd­lichen Bevölkerung nicht weit verbrei­tet ist. Die Verkehrs­sprache ist Bambara, das von etwa 60–80 % der Bevölkerung gesprochen wird.

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Jede Gruppe hat ihre eigenen, einzig­artigen Tradi­tio­nen, Sprachen und Bräuche. Die Bambara, Dogon, Tuareg und Fulani sind nur einige der dyna­mischen Gemein­schaften, die zum kulturellen Gefüge Malis bei­tra­gen. Die Bambara sind die größte ethnische Gruppe in Mali und stellen 35 % der Bevölkerung. Man sollte die verschie­denen Bevölkerungs­gruppen Malis jedoch nicht als streng getrennte Gesell­schaften betrach­ten: Über­lappende Lebens­räume und ständi­ger kultureller Austausch sind die Regel.

Der Islam ist die vorherr­schende Reli­gion in Mali, wobei die Mehr­heit der Bevölkerung dem sunniti­schen Zweig des Islam anhängt. Er wurde im 9. Jahr­hundert in der Region einge­führt, vor allem durch arabische und berberische Händler und Gelehrte.

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Das wichtigste Element der Wirtschaft – die Landwirtschaft

Aufgrund der beson­deren geo­gra­fi­schen Lage in der Sahara herrschen beson­dere klima­ti­sche Bedingun­gen. Geprägt von langen Dürre­perioden und seltenen Stark­regen­fällen, die von den trockenen und harten Böden nicht aufge­nommen werden können, ist die Land­wirt­schaft schwierig. Da es keine oder unzu­verlässige und teure Wasser­pumpen gibt, ist Regen­feld­bau oft die einzige Möglich­keit. Dabei handelt es sich um eine Form der Land­wirt­schaft, bei der das Wasser für die Pflanzen durch die Nieder­schläge bereit­ge­stellt wird und keine zusätz­liche künst­liche Bewässe­rung einge­setzt wird.

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Infolge­dessen sind die Land­wirte gezwun­gen, alle 2 Jahre umzu­ziehen, um eine Über­be­an­spruch­ung des Bodens zu vermei­den. Dies ist in der Regel aus finanziellen Gründen und aus Mangel an Nahrungs­mitteln nicht möglich, so dass das Feld nach einigen Jahren der Nutzung "tot" wird. Das nutz­bare Land ist also nicht nur harten Gegeben­heiten ausge­setzt, sondern wird auch immer kleiner. Darüber hinaus verder­ben laut FAO etwa 40 Prozent der Obst- und Gemüse­ernten, da den Menschen die Möglich­keit der Kühlung fehlt.

Mit dem Fort­schrei­ten der Klima­krise nimmt auch die Wüsten­bildung zu. Unter Wüsten­bildung versteht man die Aus­brei­tung der Wüste, von der in Mali vor allem die Land­wirte betroffen sind (etwa 62 % der Bevölkerung sind in der Land­wirt­schaft tätig).

Aufgrund mangelnder Infra­struk­tur und Ressourcen liegt Mali laut BMZ im Jahr 2022 auf Platz 186 von 191 des Human Development Index.

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Malis politische Situation

Mali ist ein wunder­schönes, viel­fälti­ges Land mit vielen Perspek­tiven für eine bessere Zukunft, aber man darf die Probleme nicht igno­rie­ren. Vor allem poli­tisch hat sich die Lage in den letzten Jahren immer weiter verschlech­tert.

Seit den 1960er Jahren kam es immer wieder zu Aufstän­den des Volkes der Tuareg, die als Siedler im Land umher­ziehen. Doch 2012 fielen die Tuareg bewaffnet in Mali ein, um die Scharia durch­zu­setzen. Im Laufe der Zeit drangen auch andere bewaff­nete Gruppen in das Land ein. Die Vereinten Nationen (UN) versuchen seit 2012, den Menschen in Mali zu helfen. Auch deutsche Soldaten sind vor Ort, um sie zu unter­stützen. Die malische Regierung weigert sich jedoch, die Hilfe der UNO anzu­nehmen.

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Africa GreenTec und Mali

Mali steht vor großen Energie-Heraus­for­derungen. Über 60 % der Bevölkerung leben in länd­lichen Gebie­ten, in denen es kaum oder gar keinen Zugang zu Elektri­zi­tät gibt. Die Abhängig­keit von teuren und umwelt­schäd­lichen Energie­quellen wie Diesel­genera­toren und Kerosin­lampen hat die Entwick­lung gebremst und einen Kreis­lauf der Energie­armut aufrecht­erhalten.

Mali, das Herkunfts­land unserer Gründerin Aida Schreiber, war das erste Land, in dem wir aktiv waren und in dem unsere eigene Geschichte begann: Die Idee zu Africa GreenTec wurde im Juni 2014 in Mali geboren, als Aida und Torsten Schreiber vom malischen Präsi­den­ten einge­laden wurden, sich die nationale Energie­ver­sor­gung Malis anzu­sehen. Nach der Besich­ti­gung eines 20-Megawatt-Diesel­kraft­werks in der Haupt­stadt Bamako änderte sich ihr Leben. Das besich­tigte Kraft­werk wurde bereits in den 1960er Jahren gebaut und ist zusammen mit zwei weiteren Diesel­kraft­werken für die Steuerung der Grund­last in der malischen Millionen­metro­pole zustän­dig. Es ver­brennt täglich 170.000 Liter Diesel mit einem Wirkungs­grad von knapp über zehn Prozent bei einer Außen­tempera­tur von 45 °C im Schatten. Und das in einem Land mit durch­schnitt­lich 3.000 Sonnen­stunden im Jahr. Der Diesel muss täglich von 10 Sattel­schleppern auf einer kaputten Straße 1.500 Kilo­meter vom senegalesischen Hafen Dakar entfernt ange­liefert werden.

Diese Erfah­rung legte den Grund­stein für Africa GreenTec und den Traum, Menschen durch nach­haltige Energie­lösungen, wie z. B. Solar­ener­gie, zu stärken.

Im Jahr 2016 haben wir den welt­weit ersten Solartainer in Mourdiah, Mali, installiert. Seit­dem hat sich viel getan: In den vergan­genen Jahren sind 19 weitere Elektri­fizierungs­projekte von uns in Mali dazu­ge­kommen. An diesen ImpactSites wollen wir nun unsere Dienst­leistungen mit unseren ImpactProdukten wie dem Cooltainer, Watertainer und PumpUPs erweitern, um unsere Wirkungs­kraft und Unter­stützung für die Communities zu erhöhen.

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Home #CountryStory Senegal

#CountryStory Senegal – von trockener Halbwüste bis Regenwald

Katharina S.
09. Juli 2022

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Senegal, das Land am westlichsten Punkt Afrikas. Ein Land, das voller Kulturen-Diversität, Geschichte und Potenzial ist. Trotzdem haben die Senegalesen mit einigen klimatischen Herausforderungen, aber auch wirtschaftlichen, zu kämpfen. Wir können zwar nicht das Klima beeinflussen, aber versuchen die Menschen im Senegal durch unsere Arbeit zu empowern.
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Senegal, eine Republik in Westafrika. Benannt wurde der Senegal nach dem gleichnamigen Fluss, der auch die Grenze zu Mauretanien bildet. Westlich von Senegal liegen der Atlantische Ozean und Gambia. An den Norden grenzt Mauretanien, östlich Mali und im Süden sind die Nachbarstaaten Guinea und Guinea-Bissau. Eingeschlossen in Senegal liegt Gambia. Der Senegal ist mit einer Fläche von ungefähr 200.000 km², gerade einmal halb so groß wie Deutschland und zählt ca. 16,71 Mio. Einwohner:innen. Dabei verzeichnet der Senegal ein besonders starkes Bevölkerungswachstum von ca. 2,29 % pro Jahr. Im Westen der Republik, auf einer Halbinsel, liegt die Hauptstadt Dakar, die bevölkerungsreichste Stadt im Senegal mit ca. 1.150.000 Einwohner:innen. Etwa 80 % der Menschen leben aber in eher ländlichen Regionen.

Die Wolof sind das größte Volk im Senegal, somit ist Wolof, neben der Amtssprache Französisch, die meist gesprochene Sprache. Ihre Sänger und Griots (berufsmäßige Sänger:innen, Dichter:innen, die Texte als Geschichten oder lehrend vortragen) sind weit über die Grenzen Afrikas bekannt. Sie konnten auch während der Kolonialisierung ihre eigene Kultur bewahren und sind fast ausschließlich muslimisch. Neben muslimisch geprägten Senegalesen, ist ebenso stark das Christentum vertreten (zum Thema gemeinsame Fastenzeiten findet ihr einen Beitrag in unserem ImpactBlog).

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Der Senegal wurde ab dem 9. Jahrhundert vom Islam erobert. Dadurch entstand im Senegal Tekrur, ein großes Reich, das von den Serern am Fluss Senegal gegründet wurde. Es entwickelte sich zu einem großen und bedeutenden Handels­zentrum. Die Vorherrschaft der Tekrur ging im 14. Jahrhundert an das Malireich über. Zu dieser Zeit machten sich die ersten portugiesischen Seefahrenden auf, um an die Küste Westafrikas zu fahren. Sie waren die Vorboten der Kolonisierung, die in Senegal begann. Die Portugiesen waren aber vorrangig an einem von den Arabern unabhängigen Goldhandel interessiert. Ab dem 17. Jahrhundert wurde das portugiesische Handels­netzwerk durch französische, niederländische und britische Kolonien ersetzt. Die Franzosen hatten in Saint Louis und auf der Ile de Gorée Stützpunkte errichtet und Sklaven-Gefängnisse und Schulen aufgebaut. In diesen Stütz­punkten wurden die gefangen genommenen Afrikaner:innen gesammelt und in großen Galeeren nach Amerika gebracht.

Die verschiedenen Königreiche der Wolof wurden bei der Übernahme zerstört. Ein Volk, die Serer, im Zentrum und Westen Senegals lehnten die Übernahme aber konsequent ab. Die Serer sind ein Bauernvolk und bekannt für ihre Schmiedekunst.

Am 20. August 1960 wurde Senegal unabhängig, ein Jahr nach seiner Gründung zur Republik. Erster Präsident war Léopold Sédar Senghor, der bereits unter der französischen Kolonialverwaltung für die Freiheit des Landes gekämpft hatte. Er legte dem Land 1963 eine neue Verfassung vor und führte nach lautstarken Forderungen in den Folgejahren zahlreiche demokratische Reformen durch.

Der Senegal besitzt nur wenige Bodenschätze. Daher gibt es außer textil- und nahrungsmittel­verarbeitende Betriebe wenig Industrie im Senegal. Die meisten Menschen arbeiten in der Landwirtschaft. Deshalb bildet die Landwirtschaft eine natürliche Lebensgrundlage der stark wachsenden Bevölkerung und beschäftigt über zwei Drittel der Senegalesen. Für den Eigenbedarf werden in kleinbäuerlichen Betrieben Hirse, Reis, Maniok, Kartoffeln, Gemüse und Baumwolle angebaut. Doch Dürreperioden, Überweidung und Bodenerosionen stellen die Senegalesen vor besondere Herausforderungen und mindern die Erträge, wodurch sich die Bevölkerung des Landes nicht ernähren kann. Daher müssen einige Nahrungsmittel exportiert werden. Hauptsächlich aus Nigeria werden beispielsweise Fisch, Fischerzeugnisse und Erdnüsse eingeführt.

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Africa GreenTec kann diese Probleme natürlich nicht von heute auf morgen lösen, aber wir können einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Lebens­umstände leisten, zum Beispiel durch Produkte wie PumpUP, ein solarbetriebenes Pumpsystem zur Bewässerung von Feldern. Dadurch könnten Dürreperioden im Senegal überbrückt werden. Aber auch unser Cooltainer kann Menschen unterstützen, indem die Ernteerträge durch Kühlung länger haltbar gemacht werden.

Die wirtschaftlichen Herausforderungen schlagen sich auch in den Bildungs­möglichkeiten des Landes wieder. Viele junge Senegalesen müssen ihre Familie früh unterstützen. Daher nehmen nur wenige die Bildungs­möglichkeiten von Universitäten wahr. Die wenigen, die ihren Abschluss machen, bleiben meist in den größeren Städten, gehen in andere afrikanische Länder oder nach Frankreich. Die sowieso schon verbreitete Landflucht wird dadurch verschärft.

An zu wenigen gut ausgebildeten Leuten leiden nicht nur die einzelnen Menschen, sondern auch die Infrastruktur des Landes. Denn es gibt auch oft nicht genug Arbeitsplätze für Fachleute. Africa GreenTec versucht, Menschen zu empowern und bei dem Aufbau einer Infrastruktur eine unterstützende Rolle einzunehmen. Daher verlegen wir unsere Produktionsstätte nach Dakar, um mehr Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen. Unser erster Cooltainer ‚made in Africa‘ wurde in dem senegalesischen Dorf N’diob (wenn ihr mehr über N’diob wissen wollt, dann schaut bei den anderen Artikeln unseres ImpactBlogs vorbei) bereits in Betrieb genommen.

Insgesamt hat der Senegal ein großes Potential. Durch die stetig wachsende Bevölkerung, wovon ein Großteil unter 20 Jahre alt ist. Das Problem bleibt, dass vielen Menschen die Chance nicht geboten wird, ihr eigenes und das Potential der Communities zu entfalten. Die Chance, im eigenen Dorf Arbeit zu finden und nicht in die großen Städte für einen Beruf fliehen zu müssen, ist durch fehlende Strom- und Kühl-Infrastruktur sowie zu wenige wirtschaftliche Möglichkeiten oft nicht gegeben. Wir bei Africa GreenTec möchten die individuellen Kulturen der Senegalesen unterstützen und die Menschen, egal ob Farmer:innen, Techniker:innen oder Schulkinder, in ihrem Tun motivieren und zu mehr Selbstbestimmung zu verhelfen.

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Das Africa GreenTec Team vor Ort

Home #CountryStory Madagaskar

#CountryStory Madagaskar – Einzigartig in Kultur und Natur

John Manantsoa
28. Juli 2021

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Madagaskar, geformt wie ein linker Fuß im Südosten des afrikanischen Kontinents, ist mit 587.000 km² die fünftgrößte Insel der Erde. Die Insel ist 400 km vom Festland entfernt und durch den Mosambik-Kanal vom Kontinent getrennt, die Ostküste öffnet sich zum Indischen Ozean. Die Nachbarinseln sind die Komoren, die Seychellen, Mayotte, Mauritius und Reunion. Die Hauptstadt ist Antananarivo (die Stadt der Tausenden) und das Land gliedert sich in 23 Regionen. 

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Das Land war lange Zeit eine Monarchie, bevor es von den Franzosen kolonisiert wurde. Die „Republik Madagaskar“ erlangte dann 1960 nach 65 Jahren französischer Kolonisation ihre Unabhängigkeit. Das Land gehört somit zu den frankophonen Ländern, öffnet sich aber durch kulturellen und wirtschaftlichen Austausch der ganzen Welt.

Historisch gesehen kamen die ersten Bewohner der Insel aus der austronesischen Region und aus Insulindien, zusammen mit einer Welle von Migranten vom afrikanischen Kontinent.

Heute setzen sich die Einwohner Madagaskars, die Madagassen, aus 18 ethnischen Gruppen zusammen, die je nach Region ihre eigene Kultur und Sprache haben. Die Amtssprache ist Madagassisch, in der Verwaltung wird Französisch verwendet. 

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Local aus Mahavelona

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Mädchen aus Mahavelona, die lokales Essen anbietet

Ein Land, das in der Vielfalt zur Einheit findet

Diese Bevölkerung vielfältiger Herkunft stellt bereits einen Teil des kulturellen Reichtums der großen Insel durch ihre Einheit in Vielfalt dar. Ein weiteres Kulturgut, das die Madagassen eint, ist die Idee der Fady. Dabei handelt es sich um feste Regeln, die bestimmen, was man an bestimmten Orten, oder zu bestimmten Zeiten nicht tun darf, oder zumindest aus Rücksicht auf zu erwartende negative Folgen lieber nicht tun sollte. Fady bedeutet „verboten“ und ist meist abhängig von der Geschichte, der Region und der ethnischen Gruppe. Für einen Ausländer bedeutet das Befolgen des Fady, den Einheimischen Respekt zu erweisen.

Viele Regionen folgen beispielsweise der Fady Kisoa, nach der es verboten ist, Schweinefleisch mitzubringen oder zu essen. Einer der Gründe dafür könnte sein, dass der König von Merina während der Zeit von Andrianampoinimerina (1800) den Menschen und Bauern verbot, Schweine in das Gebiet zu bringen, weil diese das Gemüse und andere Anbauprodukte auf den Feldern fressen würden, was zur Folge hätte, dass sein Volk verhungert.

Es gibt auch andere Fady, wie:

  • Fady Alika: Hunde sind verboten;
  • Fady Tongolo: Regeln für Zwiebeln und Knoblauch.

Unter allen Madagassen sind nicht nur die verschiedenen Fady üblich, sondern auch die Ahnenverehrung. Sie ist für fast alle Madagassen Teil der Religion, auch wenn offiziell nur 52 % der Bevölkerung nach dem indigenen Glauben (Animismus, Ahnenkult) leben. Die anderen Religionen sind das Christentum mit 41 % und der Islam mit 7 %.

Eine weitere Besonderheit der madagassischen Verhaltensweisen sind die Ohabolana. Dabei handelt es sich um Sprichwörter der Vorfahren (Ny Ntaolo), deren Worte voller Weisheit sind und die jeder in seinem Alltag anwenden kann. Wie die Fady hat auch jede Region und ethnische Gruppe ihre eigenen charakteristischen Sprichwörter.

„Ny valala tsy in-droa mandry am-bavahady“: Die Heuschrecke steht nicht zweimal vor dem Tor. Dieses Sprichwort wird verwendet, um jemandem mitzuteilen, dass sich ihm eine Gelegenheit bietet, die nicht wiederkommt, wenn er/sie sie nicht ergreift.

„Izay mitambatra vato, izay misaraka fasika“: Diejenigen, die sich vereinen, sind Felsen, diejenigen, die sich trennen, sind Sand. Die Botschaft ist klar.

Stadt und Land

Im Jahr 2019 lebten knapp 27 Millionen Einwohner auf Madagaskar, davon etwa 1,3 Millionen in der Hauptstadt. Etwa 30 % der Bevölkerung wohnen in städtischen Gebieten, während 70 % in ländlichen Gebieten leben. Das Leben in den ländlichen Gebieten ist von einer malerischen Lebensweise geprägt, in der menschliche Werte und überlieferte Traditionen weitgehend erhalten blieben. Das häufigste Transportmittel sind von Zebus gezogene Karren. Je nach Region wird in den ländlichen Gebieten hauptsächlich Landwirtschaft betrieben.

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Die Zebus ziehen den Wagen

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Zebus ziehen durch die Landschaft

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Die Zebu-Karren sind das wichtigste Transportmittel in ländlichen Gebieten

Reis – ein wichtiges landwirtschaftliches Gut in Madagaskar

Der durchschnittliche Madagasse verbraucht 130 kg Reis pro Jahr. Da Reis das Grundnahrungsmittel ist, ist der Reisanbau die wichtigste landwirtschaftliche Tätigkeit in den ländlichen Gebieten. Madagaskar verfügt über zwei große Reisspeicher: Alaotra und Marovoay. Reis kann in natürlich bewässerten Gebieten angebaut werden (Reisfelder, Wasserbecken, terrassierte Reisfelder). Es wird ebenso Regenreisanbau (auf dem Land) betrieben. Trotz der großen Anbauflächen reicht die Reiserzeugung nicht aus, um die gesamte Bevölkerung zu ernähren. Die Anbaumethoden sind nämlich meist nicht motorisiert, was den Ertrag stark einschränkt. Durch verschiedene Programme hilft die Regierung den Landwirten, ihre Erträge zu verbessern. Außerdem importiert Madagaskar Reis aus anderen Ländern, z.B. Indien.

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Landwirte bei der Feldarbeit

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Die Landwirte arbeiten viel mit ihren Händen

In den Städten ist das Alltagsleben stärker von der Globalisierung geprägt, aber die kulturellen Identitäten werden bei besonderen Zeremonien immer wieder hervorgehoben. In den Städten sind die wirtschaftlichen Aktivitäten hauptsächlich tertiär, das heißt Dienstleistungen stehen im Mittelpunkt und der Lebensstil der Madagassen ähnelt dem der Industrieländer sehr.

Mit einer durchschnittlichen Elektrifizierungsrate von 23 % im ganzen Land, aber nur 18 % in den ländlichen Gebieten, führt die unzureichende Infrastruktur in den dünn besiedelten  Teilen von Madagaskar zu einer Abwanderung in die großen Städte, wo die Bauern bessere Bedingungen vorzufinden hoffen. Die Städte, wie z.B. die Hauptstadt Antananarivo, sind jedoch zunehmend gesättigt und die Menschen, die keine wirtschaftlichen Möglichkeiten und keine Unterkunft gefunden haben, werden obdachlos, was den Kontrast zwischen dem Reichtum des Landes mit all seinem Potential und der Armut der Menschen verdeutlicht.

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Hauptstadt

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Antananarivo ist eine belebte Stadt

Paradiesische Natur mit reicher Flora und Fauna

Madagaskar ist auch für seine touristische Attraktivität bekannt. Zwischen 80 % und 90 % der Fauna und Flora sind endemische Arten.Zu den bekanntesten endemischen Tierarten in Madagaskar gehören:

  • der Maki oder Ringschwanzlemur (Lemur Catta), 
  • der Babakoto (Indri-Indri),
  • der Aye-Aye (Daubentonia madagascariensis),
  • der Fosa (Cryptoprocta ferox)

Madagaskar hat auch eine besondere Pflanzenwelt. Die bekanntesten Arten sind die Affenbrotbäume (Baobabs), von denen es auf Madagaskar sieben der neun weltweiten Arten gibt, von denen sechs auf der Großen Insel endemisch sind. Diese Bäume können bis zu 40 Meter hoch werden und sind für die Einheimischen heilig. Die Baobab-Allee im Westen des Landes ist eine sehr bekannte Touristenattraktion.

Das unterschiedliche Klima und die geologische Geschichte verleihen jeder Region eine einzigartige Landschaft. Unter den Nationalparks befinden sich mehrere Schutzgebiete, wie der Nationalpark Andasibe-Mantadia, die Tsingy von Bemaraha, der Ankarafantsika-Nationalpark im Nordwesten und der Isalo-Nationalpark.

Diese besonderen Merkmale machen die Insel vor allem zu einem sehr beliebten Ziel für den Ökotourismus. An der Ostküste in Sainte-Marie findet außerdem das Walfestival statt, bei dem man die alljährliche Wanderung der Wale beobachten kann. Insgesamt bieten die Landschaften der verschiedenen Regionen malerische Panoramen in Lebensgröße, die es zu bewahren gilt.

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Rurale Gegend in Mahavelona

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Menschen arbeiten auf dem Feld

Africa GreenTec schafft nachhaltigen Impact durch intelligente Lösungen für erneuerbare Energien

Mit dem Projekt „Empower Madagascar’s Rural Areas (E.M.R.A)“ hat sich Africa GreenTec in Madagaskar unter anderem zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zur ländlichen Entwicklung zu leisten. Die erste Phase – die Elektrifizierung – wird das Potenzial des ländlichen Raums erhöhen und die Schaffung neuer Arbeits­plätze ermöglichen, so dass die ländlichen Gemeinden aufblühen können und gleichzeitig die Umwelt durch die Nutzung erneuerbarer Energien geschont wird. Diese Projekte werden sowohl Befriedigung der Grund­bedürfnisse durch verbesserte Arbeits­bedingungen als auch das gesellschaftliche Leben durch den Zugang zu Kommunikation und Wissen verbessern.
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Frau bei der Erntenarbeit

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Zwei Männer bei der Arbeit

Madagaskar erstreckt sich auf verschiedene Klimazonen:

Äquatorial, feucht, subhumid, subtropisch, halbtrocken, subwüstenartig. Derzeit blickt die Welt auf den Süden Madagaskars, der ein sehr großes Problem mit Unterernährung und Hungersnot hat. In dieser Region herrscht ein halbtrockenes Klima und die Menschen kämpfen seit mehreren Jahren mit einer intensiven Dürreperiode. Die landwirtschaftliche Produktion hängt immer vom Wetter und vor allem vom Niederschlag ab. Aufgrund des Klimawandels hat sich das Problem daher noch verschärft. 

Die Karte zeigt die verschiedenen Klimazonen und den Standort unseres Pilotprojekts in Mahavelona.

Klimawandel auf der Insel

Africa GreenTec geht auch auf die Bedürfnisse der Landwirte ein. Mit Hilfe von Solarpumpen können die Felder mit Grundwasser bewässert werden, wodurch mehr Reis und Gemüse geerntet werden kann. Der Cooltainer hilft bei der Lagerung von Gemüse und Feldfrüchten, so dass die Landwirte sie zu besseren Preisen verkaufen können und wir gemeinsam Lebensmittelverluste verhindern.

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Markttag in Mahavelona

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Lokale Produkte werden zum Verkauf angeboten

Grundlagen für eine nachhaltige und gerechte Zukunft der kommenden Generationen

Africa GreenTec ist sehr alarmiert über die schädlichen Auswirkungen des Klimawandels für Mensch und Natur und möchte daher in die Energiewende der großen Insel hinzu erneuerbaren Energien investieren, um ihre kulturellen und ökologischen Werte so gut wie möglich zu erhalten.

In Madagaskar sind alle wesentlichen Aspekte der nachhaltigen Entwicklung noch am Anfang und müssen nach und nach aufgebaut werden. Die junge Generation wird sich dessen mehr und mehr bewusst und will in die richtige Richtung für eine bessere Zukunft arbeiten.

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Schule in Mahavelona

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Die Kinder toben sich beim Fußballspiel aus

Home #CountryStory Niger

#CountryStory Niger – Ein neuer Markt mit großen Chancen

Jörg
31. August 2020

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Abendliche Stimmung am Niger Fluss

In diesem Beitrag möchten wir euch einen kleinen Einblick in die Republik Niger geben. Wir berichten über Besonderheiten, die aktuelle Wirtschaftslage und was Afrika GreenTec im Land bewegen kann. Als kleines Special gibt euch unser Kollege Mahamadou ein paar interessante Insiderinformationen.

Africa GreenTec geht neue Wege und seinen Weg weiter

Seit wir in Mali damit begannen, zahlreiche Dörfer dank unserer ganzheitlichen Lösungen in ImpactSites zu verwandeln, schauen wir uns auch in den Nachbarländern nach neuen Möglichkeiten um. Sehr oft schreiben uns Menschen aus den Ländern Afrikas, dass wir auch in ihrem Land Dörfer elektrifizieren sollen. Inzwischen erhalten wir immer öfter Nachrichten von Regierungen und Behörden selbst, die mit uns ihrer ländlichen Bevölkerung durch Strom zu mehr Selbstbestimmung und Wachstum verhelfen wollen.

So geschah es auch im Niger und wir konnten mit der Regierung ein Memorandum of Understanding unterzeichnen, in dem wir die Elektrifizierung von 50 Dörfern vereinbarten.

Nun setzen wir all unsere Kraft darauf, passende Dörfer zu prüfen und zu evaluieren. Vor allem sind wir auf der Suche nach Partnern, Investoren und Institutionen, die uns bei der Finanzierung der Projekte unterstützen und sich an unserem nachhaltigen Geschäftsmodell beteiligen.

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Unser Team im Gespräch mit den Dorfbewohner*innen

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Wir wurden mit offenen Armen empfangen

Niger – Savannen- und Wüstenstaat geprägt von Dörfern

In der Republik Niger leben knapp 23 Millionen Einwohner auf einer Fläche, die etwa dreimal so groß ist wie Deutschland. Neben der Hauptstadt Niamey mit rund 1 Mio. Einwohnern gibt es eine Handvoll größerer Städte und 80 % der Bevölkerung leben in ländlichen Strukturen. 

Die Amtssprache ist französisch und ein Großteil der Bevölkerung Muslime. Das Land ist geprägt von einer Savannen- und Wüstenlandschaft mit kleinen Gebirgen und Oasen. Der Fluss Niger, nach dem das Land benannt ist, fließt durch den relativ dicht besiedelten Südwesten.

Durch die Elektrifizierung von Dörfern inklusive der Bereitstellung von Wasser und Kühlketten können die Menschen auf dem Land bessere und nachhaltigere Ernteerträge sowie höhere Einkommen erzielen, ihre Strukturen weiterentwickeln und so selbstbestimmter leben.

Eine junge, wachsende Bevölkerung – Probleme und Chancen

Seit der Unabhängigkeit von Frankreich im Jahre 1960 wuchs die Bevölkerung Nigers von 3,2 Mio. auf 23,3 Mio. Menschen. Knapp die Hälfte aller in Niger lebenden Menschen ist heute unter 16 Jahren alt. Mit 15,2 Jahren hatte das Land 2012 das jüngste Medianalter weltweit. Welche große Herausforderungen sich daraus ergeben, beschreibt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (bmz) sehr treffend:

Nachhaltige Entwicklungsfortschritte werden durch das extrem hohe Bevölkerungswachstum von jährlich knapp vier Prozent massiv erschwert: Die wirtschaftlichen Erfolge reichen nicht aus, um der wachsenden jungen Bevölkerung ausreichende Zukunftsperspektiven zu bieten. Pro Jahr müssen etwa 400.000 junge Menschen zusätzlich mit Arbeit, Dienstleistungen und Nahrung versorgt werden.

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (bmz)
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Die Strukturen im Land konnten mit dem rasanten Wachstum nicht mithalten, wodurch Niger auf dem aktuellen Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen (HDI) den letzten Platz der 189 gelisteten Staaten belegt. Im HDI-Index werden die Bildung, das Einkommen und die Lebenserwartung/Gesundheit der Bevölkerung zusammen betrachtet.

Besonders gravierend sind die Nachteile für die nicht-urbane Bevölkerung, deren Existenz andauernd von Naturkatastrophen und Nahrungsmittelknappheit bedroht wird. Dürren, Erosion und übernutzte Böden bereiten der Landwirtschaft außerdem große Probleme. Der Klimawandel und die nicht nachhaltige Anbaumethoden zeigen ihre Folgen:

  • Die Analphabetisierungsquote liegt bei rund 80 % und auch hier fehlt es vor allem auf dem Land an Strukturen und Lehrpersonal. 
  • Lediglich 60 % der Menschen haben Zugang zu sauberem Trinkwasser und nur 10 % eine angemessene Sanitär- und Gesundheitsversorgung.
  • Besonders gravierend ist die geringe Elektrifizierungsrate von gerade einmal 0,4 % im ländlichen Raum.
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Bildung ist eine wichtige Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben

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Die meisten Krankenstationen sind medizinisch unzureichend ausgestattet

Die junge und motivierte Bevölkerung in Kombination mit einer funktionierenden und engagierten Regierung bietet auch unglaubliche Chancen. Gibt man den Menschen auf dem Land die Grundlagen, sich und ihr Dorf weiterzuentwickeln, werden sie diese mit großer Hingabe ergreifen. Diesen Ansatz verfolgen auch wir bei Africa GreenTec. Wir begegnen den Menschen vor Ort auf Augenhöhe und spüren ihren Tatendrang. Daher sind wir uns sicher, dass wir gemeinsam mit Ihnen und den Behörden dank unserer Strom- Wasser-, Kühl- und Internetlösungen die Voraussetzungen schaffen können, damit diese und nachfolgende Generationen ein besseres Leben führen können.

Wirtschaftsmotor Landwirtschaft

Auch wenn nur rund 15 % der Landesfläche landwirtschaftlich nutzbar sind, reicht dies bei einer so großen Landesfläche aus, dass die Landwirtschaft mit über knapp 42 % den größten Wirtschaftssektor gemessen am BIP darstellt. Die Hauptanbauprodukte sind Hirse, Bohnen und Erdnüsse. Gemüse, Henna, Tabak und Capsicum bilden neben Viehherden weitere wichtige Einnahmequellen.

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Ein weiterer großer Wirtschaftssektor ist der Bergbau durch die reichen Bodenschätze des Landes. Uran steht hier an der Spitze, gefolgt von Erdöl, Kohle, Gold, Eisen, Nickel, Kupfer und Phosphat. Der oft unkontrollierte Bergbau führt zu Umweltschäden in der Umgebung.

Sowohl die Landwirtschaft als auch Kleinstbetriebe und Produktion dienen sehr häufig nur der Deckung des Eigenbedarfs und tragen nicht zu den Einnahmen der Gemeinden und des Landes bei. Meist fehlt es an den Voraussetzungen, um effektiv wirtschaften zu können, daher können sich Betriebe und Landwirte nicht weiterentwickeln und Strukturen aufbauen.

Auch hier greift Africa GreenTec die Probleme direkt auf. Durch Strom, Wasser und Kühlung können Landwirte und Unternehmer effizienter arbeiten, ihr Geschäft erweitern, Arbeit für die junge Bevölkerung schaffen und somit sich und ihrem Dorf eine selbstbestimmtere Zukunft ermöglichen. Unsere Produkte und Konzepte lassen sich an die Gegebenheiten jedes Dorfes anpassen, um den größtmöglichen Impact zu erzeugen.

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Das Klima in Niger – viel Sonne und lange Trockenzeiten

Die Temperaturen im Land reichen von durchschnittlich 20 °C im Januar bis zu 34 °C im Juni. Die Regenzeit dauert von Juni bis Oktober, wobei sich ein Großteil der Niederschläge auf den August konzentriert. Es fallen jährlich 400 bis 700 mm Niederschlag. Im Rest des Jahres herrscht Trockenzeit. Durch diese lang anhaltende Trockenperiode stehen die Landwirte jedes Jahr vor großen Herausforderungen, was die Bewässerung der Felder und Lagerung ihrer Ernte betrifft. 

Der Klimawandel sorgt dafür, dass sich die Gegebenheiten immer weiter verschlechtern. Dürren fallen extremer aus und Naturkatastrophen häufen sich, wodurch die Landwirtschaft und Nahrungsmittelversorgung allgemein immer herausfordernder werden. 

Gleichzeitig bieten die geringe Bewölkung und viele Sonnenstunden die perfekten Voraussetzungen für die Solarstromerzeugung. Wasserpumpen und Kühlmöglichkeiten, die durch Solarenergie betrieben werden, helfen den Landwirten, auch in trockenen und heißen Gebieten ihre Produkte anzubauen, zu lagern und zu verkaufen. Vor allem hier setzt Africa GreenTec an – durch Technologien, die es ermöglichen, besser mit den Folgen des Klimawandels umzugehen und einer sauberen Energiebereitstellung durch Solartechnik.

Sport und Freizeit – Fußball bringt die Menschen zusammen

Die am weitesten verbreitete Sportart ist Fußball. Einen Ball und genug Mitspieler findet man überall auf der Welt und auch in Niger wird in allen Städten und Dörfern gern gespielt und begeistert jung und alt. Neben dem Fußball ist die “Lutte traditionnelle” vor allem in den Medien sehr bekannt. Es handelt sich dabei um eine Art des Ringkampfes, bei der Einzelkämpfer aus verschiedenen Dörfern gegeneinander antreten und von Musikern und Griots begleitet werden. Kamelrennen in den Wüsten der Regionen Agadez und Tahoua sowie Pferderennen werden ebenfalls gern verfolgt und im Schulsport werden Tischtennis, Volleyball und Basketball angeboten.

Ein kleiner Einblick in die Kultur Nigers

Niemand kann so authentisch aus dem Alltag der Menschen im Niger erzählen, wie jemand, der dort aufgewachsen und geboren ist, wie zum Beispiel unser Kollege Mahamadou:

Die Menschen im Niger teilen sehr gerne und denken immer an ihre Mitmenschen. Unser Lebensmotto: Was für einen Menschen reicht, reicht auch für fünf! Außerdem lieben wir Lammfleisch. Manchmal so sehr, dass es dieses bereits zum Frühstück gibt. Wir sind sehr spontan. Obwohl fast jeder ein Telefon hat, ruft niemand an, bevor er jemanden besucht. Man geht einfach bei ihm zu Hause oder auf der Arbeit vorbei und hofft, dass er da ist. Eines der Dinge, die wir nicht so mögen ist, dass Niger sehr oft mit Nigeria verwechselt wird. Wir nehmen das aber natürlich niemandem lange übel, da wir keine nachtragenden Menschen sind und die Namen sich wirklich sehr ähneln. Dennoch sind es zwei völlig unterschiedliche Länder mit unterschiedlichen Kulturen.

Wenn ihr euch noch mehr mit dem Land Niger beschäftigen und vor allem noch etwas über die Geschichte und Bevölkerungsgruppen des Landes erfahren wollt, empfehlen wir euch die folgenden Webseiten: